“Fühle mich “

Hertha, Gräfin von Sotollski, ist Vorsitzende des Instituts für „Angewandte Gefühlsregungen“. Sie hat zu einem Vortrag eingeladen und Professor Dr. Waldemar Wettach von der Bremer Akademie für „Freies Fühlen“ als Experten dafür gewonnen.
In einem flammenden Referat verweist dieser auf das grundlegende Dilemma: der Mensch kennt seine wahren Gefühle nicht mehr und irrt richtungslos durch die „real existierende Realität“. Mit einer eindrucksvollen szenischen Reihe führt er Situationen und Menschen vor, die seine These abwechslungsreich, überraschend und witzig belegen. Der Bogen reicht vom poetischen Beitrag eines Mädchens über ihre Angst, dem das „Morgen-Grauen“ eines Mannes folgt.
Zwei surrealistische Glückspilze treten auf und eine Patientin bei ihrem Therapeuten. Eine Diskussion auf dem Friedhof, gewalttätige Unterdrückungs-Mechanismen und verblüffende Erscheinungen visualisieren das überschäumende Engagement Prof. Dr. Wettachs zusätzlich und spitzen es zu.
Obwohl die Summe der Fall-Beispiele auf eine eher düstere Aussage und ein dramatisches Fazit hindeuten könnte, kommt es jedoch zu einem geradezu klassischen happy-end des Abends. Dieses hat übrigens nichts damit zu tun, dass Gräfin Hertha ein wenig der Faszination ihres Gastes erliegt und dieser sich seinerseits freudig ihrem umwerfenden Charme ausliefert. Nein – Prof. Dr. Wettach hat noch eine frappierende Geschichte als Schluss anzubieten.

Die Autoren spielen 22 Rollen und setzen dabei 17 Masken ein. Diese Charaktermasken sind eigene Entwürfe und selbst gebaut.

Personen in der Reihenfolge ihres Auftretens:

• Alfons Sauber, Hausmeister
• Hertha Gräfin Sotollski, Vorsitzende
• Prof. Dr. Waldemar Wettach, Privatgelehrter
• Olga Horologowa, Zeitnehmerin
• Ein Mädchen
• Ein Mann
• Zwei Glückspilze
• Renate S., Ehefrau
• Dr. Spiegel, Therapeut
• Heinzi Hinderlich, Arbeitsloser
• Friedrich und Ralf, zwei Schwäger
• Die Commodores
• Alexander
• Die Goldene Dame
• Arnold Bullow, Entrepreneur
• Moritz „Maurice“ Mochillo, Ex- Erfinder
• Chantal, Bäckerei-Verkäuferin
• Der Spieler des Herrn Mochillo

Ferner: zwei Gemälde, Lippen, La Sirene, Gesang, ein Phrasenfresser

Spieldauer: 90 Minuten, ohne Pause